Skip to main content

Spanische Speisen

Sehr typisch für spanische Speisen ist die für den teutonischen Gaumen zurückhaltend erscheinende Würzung. Aufgrund dessen kann man aber sehr gut den jetzt viel besser hervortretenden Eigengeschmack der Zutaten erfahren, auf den in ganz Spanien viel Wert gelegt wird. Besonders anschaulich kann man das beim berühmten Ibérico-Schinken nachvollziehen, wenn man ihn mit deutschem Schinken vergleicht. Während bei uns das eher neutral schmeckende Schweinefleisch mit Salz, schwarzem Pfeffer und Tannen- oder Buchenrauch geschmacklich verfeinert und haltbar gemacht wird, ist es beim Jamón Ibérico die Kombination aus dem durch die Mast mit Steineicheln entstandenen Eigengeschmack des Fleischs, der langen Lufttrocknung und der dabei einsetzenden leichten Milchsäuregärung.

Ähnlich gilt das auch für die Zutaten eines warmen Essens, das dann natürlich vom vollreif geernteten und verkauften Gemüse, dessen Frische, Farbe und Formen profitiert. Wenn dann die Zutaten in die temperamentvollen Hände des Kochs oder der Köchin gelangen, mit Erfahrung und Stolz weiterverarbeitet werden (wer schon einmal einem Grillkoch am halboffenen Holzgrill in einem spanischen Restaurant bei der Arbeit zugesehen hat, wird wissen, was gemeint ist), darf man sich als Gast dieses Landes auf jede Menge kulinarischer Leckerbissen einstellen.

Spanische Oliven

Spanische Oliven ©iStockphoto/Jorge Delgado

Ganz besondere Leckerbissen bekommt man bei den derzeit fünf 3-Sterne-Köchen Spaniens serviert. Der prominenteste unter ihnen ist natürlich Ferran Adrià, dessen Restaurant „El Bulli“ in der Kleinstadt Roses nahe Girona mittlerweile Weltruhm für seine witzige, teils herrlich ironisch zubereitete und servierte Molekularküche erworben hat.


Top Artikel in Spanische Küche