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El Hierro

“Isla de la tranquila diferencia“ nennen die Spanier El Hierro zuweilen und tatsächlich geht es auf der „Insel des ruhigen Unterschieds“ im Gegensatz zu bekannteren Kanareninseln wie etwa Gran Canaria oder La Palma eher beschaulich zu. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass die Insel zum einen nicht direkt erreichbar ist und zum anderen weitgehend die bei Strandurlaubern so beliebten Sandstrände vermissen lassen. Tatsächlich gibt es nur einen nennenswerten Sandstrand namens Playa del Veroda, der sich aber mit seiner starken Brandung denkbar schlecht für Familien mit Kindern eignet. Auch die Meeresschwimmbecken (Los Sargos) im Nordwesten von El Hierro, die durch eine kleine Mauer vor der Brandung geschützt sind, eignen sich eher für eine kurze Erfrischung als für einen „Tag am Strand“.

El Hierro deshalb als Urlaubsziel abzuschreiben wäre jedoch ein Fehler: Die kleinste der kanarischen Inseln bietet auf wenig Raum genauso viel Schönheit und Extreme wie ihre großen Nachbarn. Ganz einmalig ist ihr grünes, sanft hügeliges Hochland, das Wanderern fast das ganze Jahr über perfekte Bedingungen für ihren Lieblingssport bietet. Wer in Valverde, der dörflich anmutenden Inselhauptstadt mit ihrer sehr sehenswerten dreischiffigen Kirche Santa María de la Concepción, ihren typisch kanarischen Häusern und Gemüsegärten mal wieder vom schnell wechselnden Wetter überrascht wird, findet Abwechslung und Abenteuer auf der Insel der Extreme.

El Hierro

El Hierro ©iStockphoto/Flavio Vallenari

Während man im Tal El Golfo im Nordwesten der Insel hervorragend Wandern kann, findet man im hoch gelegenen Nebelwald zauberhaft-verwunschene Fotomotive, die karge Lavawüste bringt auch gestandene Abenteurer ins Staunen und die Cueva de Don Justo, die größte Höhle der Vulkaninsel, überascht mit einem weit verzweigten Höhlensystem, das zur Entdeckung einlädt. Übrigens: Tauchern ist El Hierro schon lange ein Begriff. Unter Wasser präsentiert sich die Insel mit spektakulären Steilwänden, Lavablöcken und großen Sichtweiten, die es auch unerfahrenen Tauchern erlauben, Schwämme und Seeanemonen, Zackenbarsche und Muränen, Delfine, Mantas und viele weitere faszinierende Meeresbewohner zu entdecken.


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