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Asturias

Die nur von etwa einer Million Menschen besiedelte Provinz Asturien im Norden Spaniens erstreckt sich entlang der wildromantischen Atlantikküste der Biskaya. Auf einer Fläche, die nur halb so groß wie Hessen ist, vereinigt dieser traumhafte Landstrich sowohl feinsandige, saubere und vom Massentourismus verschonte Strände als auch abgeschiedene Hochgebirgstäler, die von den bis zu 2.648 Meter hohen Gipfeln der Picos de Europa gesäumt werden. Auf einem Streifen von 30×10 Kilometer befinden sich in diesem als Nationalpark ausgewiesenen Gebiet mehr als 200 Berge, die höher als zweitausend Meter sind.

Doch nicht nur die trotz aller Schroffheit fruchtbare und von einem satten Grün geprägte Landschaft ist attraktiv, auch die größeren und kleineren Städte und Dörfer laden zum entspannten Kennenlernen ein. Mit ihren vielen Kirchen, Kathedralen und Klosterruinen, den gelebten Bräuchen bei Fiestas und Prozessionen und vor allem ihrer räumlichen Kompaktheit sind sie einen erholsame Oase für geschundene Bergwanderer oder Pilger auf der durch Asturien führenden Küstenroute des Jakobswegs.

Asturias

Asturias ©iStockphoto/Johannes Norpoth

Der spanische Norden unterscheidet sich massiv vom sonst so abgemühten Klischee der staubtrockenen spanischen Halbwüste – er ist viel mehr vergleichbar mit einer etwas wärmeren Ausgabe der gegenüberliegenden Bretagne, Irlands oder Cornwalls.
Apropos herrschen – die Asturier sind als Nachfahren eines keltischen Stammes ein sehr stolzes Volk, dass nicht gerne über sich herrschen lassen will und seine weitgehende Autonomie bis in die Neuzeit bewahrt bzw. wieder erkämpft hat.
Viele Bewohner sprechen neben dem allgemein gebräuchlichen Spanisch das Asturische (Babel genannt) oder im westlichen Teil Asturiens einen galicischen Dialekt, der bereits etwas an das Portugiesische erinnert. Allen gemeinsam ist jedoch die Vorliebe für frische Meeresfrüchte, Käse und einen entspannten Plausch mit Freunden, Bekannten und der Familie am Abend beim Sidra genannten Apfelwein. Um hier die Analogie vom Anfang wieder aufzunehmen: Hier wird mit 55 Litern pro Kopf sogar noch etwas mehr Äppelwoi, Verzeihung, Apfelwein als im Frankfurter Raum getrunken.
Besonders in den Küstenstädten wie Gijón kann man als Besucher dieses Landes wunderbare Sonnenuntergänge bei Tapas und Sidra erleben, während sich am Nachbartisch mal wieder etwas theatralisch über das Schicksal der lokalen Sportidole wie Fernando Alonso oder des Fußballvereins Sporting Gijón ausgelassen wird.


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