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Aragón

Aragón (auch: Aragonien) ist eine Region der Gegensätze: Den Norden, der an Frankreich grenzt, prägen die einsamen Züge der Pyrenäen mit ihren uralten Gletschern und klaren Bergseen, ihren steil abfallenden Schluchten und tiefen Wäldern. Das Naturparadies in Spaniens Norden ist kaum besiedelt, steht dafür aber zu Teilen als Weltnaturerbe im Nationalpark Ordesa y Monte Perdido unter dem Schutz der UNESCO.

Dieser abgeschiedene Landstrich ist das Zuhause einiger Tier- und Pflanzenarten, die in anderen Teilen Europas praktisch ausgestorben sind. Zu ihnen zählen beispielsweise Braunbären und Schmutzgeier. Aber nicht nur Naturfreunde und Tierschützer verschlägt es in die nordspanische Bergwelt: Auch Wintersportler kommen voll auf ihre Kosten. Schließlich sind die 3000er-Gipfel der spanischen Pyrenäen ab dem Spätherbst bis ins Frühjahr hinein schneesicheres Gebiet.

Aragón

Aragón ©iStockphoto/pedrosala

Im krassen Kontrast zur grünen Wildnis der Pyrenäen steht das fruchtbare Ebro-Tal. Die meisten Einwohner Aragoniens leben hier, in einer der traditionsreichen Städte entlang des Flusses. Die größte und bedeutendste dieser Städte ist Zaragoza (auch: Saragossa), die Hauptstadt der autonomen Gemeinschaft Aragón. Nicht erst seit der Expo 2008 ist die Stadt am Ebro international bekannt: Die Basilica del Pilar, das größte barocke Bauwerk Spaniens, erhebt sich mit ihren elf Kuppeln direkt neben dem Fluss und bildet zusammen mit der Brücke Puente de Piedra ein zauberhaftes Ensemble.


Ebenfalls sehr sehenswert ist das weiter südlich im Iberischen Randgebirge gelegene Teruel. Die Heimat des Serrano-Schinkens war schon immer eine multikulturelle Stadt, was auch zahlreiche Bauten im Mudéjar-Stil belegen. Elemente der Gotik bzw. Renaissance verschmelzen dabei mit maurischen Stilelementen zu einem einzigartig eleganten Mix.

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