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Pamplona

Pamplona, die Hauptstadt der autonomen Gemeinschaft Navarra, liegt an den Ausläufern der Pyrenäen auf einer kleinen Hochebene. Die schon in vorchristlicher Zeit durch Pompeius gegründete Stadt wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach zerstört, unter anderem durch die Westgoten, die Franken, die Mauren und nicht zuletzt durch die Franzosen. Hauptsächlich ihrer außerordentlich guten Lage am Jakobsweg, genau zwischen Bergen und Meer verdankte die Stadt immer wieder ihren neuerlichen Aufschwung.

Pamplona

Pamplona ©iStockphoto/SvetlanaSF

Die wechselhafte und von kriegerischen Auseinandersetzungen geprägte Geschichte der Stadt bringt es mit sich, dass man heute auf sehr unterschiedliche architektonische Stile und Hinterlassenschaften stößt – die allerdings nicht immer im besten Zustand erhalten sind. Trotzdem sehr sehenswert sind jedoch Bauten wie die gotische Kathedrale Santa Maria la Real, das barock gestaltete Rathaus, die Renaissance-Zitadelle, die Puente Magdalena, die über den Río Arga führt oder das Frankentor (Puerta Fráncia), durch das man die Altstadt von Pamplona betritt.

Besonders bekannt ist Pamplona für ein alljährliches Ereignis, das schon Ernest Hemingway mit Faszination beschrieb: Im Rahmen der Sanfermines findet jedes Jahr im Juli die berühmte Stierhatz (Encierro) statt. Dabei werden sechs Kampfstiere durch die Altstadt in die Stierkampfarena getrieben – unter dem Jubel und den anfeuernden Rufen von Millionen Einheimischen und Touristen aus aller Welt. Als besonders mutig gilt, wer als Läufer daran teilnimmt: Jeder mozo trägt ein weißes Hemd, eine weiße Hose und ein rotes Tuch und versucht, eine kurze Wegstrecke möglichst neben einem der Stiere herzulaufen. Jedes Jahr kommen einige Besucher – meist unvorsichtige Touristen – bei dieser Mutprobe zu Schaden. Und die Stiere? Für die endet der anschließende Kampf in der Arena meist tödlich. Ihr Fleisch und die Einnahmen aus den Kartenverkäufen kommen karitativen Zwecken zugute.

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