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Galicia

Galicien (nicht Galizien, das ist eine Region in Polen bzw. der Ukraine) erstreckt sich über den Nordwestlichen Zipfel der iberischen Halbinsel. Es ist etwas kleiner als NRW und weist über 1.500 Kilometer Küstenlinie zum Atlantik auf. Die fünf „Rías“, wie die Fjorde hier bezeichnet werden, schneiden sich sehr tief ins Landesinnere.

Die „Rías Altas“, die hohen Fjorde, liegen im Norden, ihre Klippen sind sehr schroff und steil. Weiter im Südwesten bis nach Vigo liegen die sanfter erscheinenden niederen Fjorde, die „Rías Baixas“. Sie sind zusammen mit den teils winzigen vorgelagerten Inseln wichtige Fischgebiete – entsprechend werden sie auch zusammen als „Costa do Marisco“ – Meeresfrüchteküste – vermarktet.

Galicien

Galicien ©iStockphoto/Ana Menéndez

Das Landesinnere ist dagegen eher flach-hügelig, im südlichen Grenzgebiet zu Portugal sowie im Osten, in der Ourense-Region an der kastilisch-leonischen Grenze befinden sich aber auch schon wieder höhere Berge, darunter der 2.127 Meter hohe Trevinca. Sein Gipfelgebiet mit dem Gletschersee und dem Vogelschutzgebiet lädt zu einer wunderbar ungestörten Bergwanderung ein, während der sich die Weitläufigkeit dieser dünn besiedelten Region wunderbar genießen lässt.

Die Küsten bestimmen seit jeher das Leben der derzeit etwa 2,8 Mio. Galicier. Auch hier bewahren die Bewohner ihr keltisches Erbe, spielen z.B. Dudelsack („gaita“), pflegen die uralten steinernen Wegkreuze in den Dörfern und leben im Gegensatz zu vielen anderen Regionen Spaniens besser im Einklang mit der Natur. Galiciens Küste liefern hervorragende, frische Zutaten für die besondere galicische Küche, sie bildet aber auch ein beliebtes Reiseziel für Pilger aus ganz Europa.

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