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Granada

Der Name der Stadt Granada, südspanische Provinzhauptstadt und „maurisches Juwel“, wird oftmals praktisch synonym mit einem der schönsten und größten Bauwerke der Welt verwendet. Granada, das ist die Alhambra, „Die Rote“, der „Rubin in der Krone der Sabika“. Die rund 130 Hektar große Medina mit ihren Palästen, Höfen und Gärten, mit Bädern und Moscheen thront auf der Anhöhe Sabika über der Stadt, ist UNESCO-Weltkulturerbe – und eines der schönsten Beispiele des Maurischen Stils in der Islamischen Kunst weltweit. Für einen Besuch der riesigen Palastanlage sollte man einen ganzen Tag einplanen. Nicht nur weil sich die Alhambra etwas außerhalb der Innenstadt befindet und sehr weitläufig ist sondern auch, weil sich jeden Tag Abertausende von Besuchern durch den Palacio de Generalife, den Alcázar und die Nasridenpaläste drängen.

Einen wundervollen Blick auf die Alhambra hat man übrigens vom „maurischen Viertel“ Albaicín aus: Die „Stadt in der Stadt“ liegt zusammen mit Sacromonte auf einem Hügel gegenüber der Alhambra. Beliebt ist das Viertel aber auch aufgrund seiner schmalen Gassen und verwinkelten Ecken, für sein fast dörfliches Ambiente und die offene, lebenslustige Atmosphäre. In Richtung Osten geht Sacromonte langsam in das alte Gitano-Viertel über. Dort kann man nicht nur Zimmer in Höhlenwohnungen beziehen, das Viertel ist auch für die Flamenco-Feste der dort lebenden Gitanos, der Zigeuner Spaniens, bekannt, unter denen sich einige große Meister des Flamenco und der Gitarrenmusik finden.

Granada

Granada ©iStockphoto/Adivin

Apropos Gitarren: Granada ist auch die Hauptstadt der andalusischen Gitarrenbauer. Ihre Werkstätten liegen in der Cuesta de Gomérez im Herzen der Stadt. Bei einem Bummel durch die hübschen, blumengeschmückten Straßen Granadas stößt man früher oder später auf weitere Sehenswürdigkeiten, etwa den alten Seidenmarkt, die ehemalige Karawanserei, die königliche Grabkapelle (Capilla Real), die Prachtstraßen Calle de los Reyes Católicos und Gran Via de Colón oder das Renaissance-Kunstwerk Cathedral Santa María de la Encarnación.
Wer angesichts all dieser Kunstwerke eine Auszeit braucht, sucht sich am besten ein schönes Plätzchen in einem der großzügigen Gärten der Stadt – oder sichert sich einen Platz in einer der urigen Bodegas und freut sich nicht nur auf einen guten lokalen Wein sondern auch auf einen hervorragenden Jamón Ibérico.


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