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Spanische Biere

Die Braukunst ist in Spanien schon sehr alt: Bereits in vorrömischer Zeit wurden Gerste und Weizen zur Gärung gebracht. Von den Römern blieb die Bezeichnung „Cerveza“, die der Überlieferung nach ein leichtalkoholisches, wenig kohlensäurehaltiges und trübes Getränk war. Mönche übernahmen und überlieferten das Wissen, aber erst nachdem König Carlos I. von Spanien Braumeister aus Deutschland ansiedelte, wurde die Cerveza durch den zeitgleich eingeführten Hopfen und das bayrische Reinheitsgebot etwas haltbarer, blieb aber wegen fehlender Kühlung außer im Norden Spaniens ein rein saisonales Handwerk. 

1864 schließlich eröffnete die erste industriell arbeitende Brauerei Spaniens in Barcelona – gegründet durch den aus dem Elsass ausgewanderten Louis Moritz. Da er ein Bier Pilsner Brauart in Spanien einführte, orientierten sich die nachfolgend gegründeten Brauereien an diesem Biertyp und erzeugen auch heute noch fast ausschließlich Pilsner oder Helles.

Spanisches Bier

Spanisches Bier ©iStockphoto/Roman Sigaev

Spanisches Bier ist durch moderaten bis zurückhaltenden Hopfeneinsatz gekennzeichnet und schmeckt auf keinen Fall schlechter als deutsche Produkte. Auch wenn der Pro-Kopf-Jahreskonsum bei Bier nur etwa halb so hoch (60l) wie in Deutschland (~116l) liegt – ein gut gekühltes Bier genießen auch die Einheimischen gerne, am liebsten in Gemeinschaft.

Bekannte Biermarken auf dem Festland und den Balearen sind San Miguel (Madrid), Damm (Barcelona) und Moritz (Saragossa/Barcelona). Auf den Kanaren trinkt man am liebsten Dorada und Tropical. Es gibt aber überall auch die üblichen Importflaschenbiere aus den Niederlanden, Belgien, Irland und Deutschland.

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