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Córdoba

Auf ganz besondere Weise entführt Córdoba, drittgrößte Stadt Andalusiens und UNESCO-Weltkulturerbe, seine Besucher in die Vergangenheit. Einzigartig ist die Symbiose der Kulturen und Religionen, die hier in grandiosen Bauwerken ersichtlich wird. Das wohl beste Beispiel dafür ist die Mezquita de Córdoba, eine ehemalige Moschee, die im Laufe der Zeit zu einer so ungewöhnlichen wie großen römisch-katholischen Kathedrale umgebaut wurde. Das besondere daran ist, dass die Moschee nicht abgerissen wurde – die Kirche wurde einfach in den Komplex hinein gebaut. Die ehemalige Hauptmoschee des Kalifats von Córdoba vereint heute auf faszinierende Weise ganz unterschiedliche Baustile aus unterschiedlichsten Jahrhunderten und begeistert ihre Besucher mit ihren fächerförmigen Gewölben und dem Säulenwald ebenso wie mit dem zum Glockenturm umgebauten Minarett, dem großzügigen Hof mit Orangenbäumen oder den unglaublichen Ausmaßen des Betsaales (Haram).

Einen sehr guten Blick auf die Mezquita hat man beispielsweise von der Römischen Brücke (Puente Romano) aus. Das Bauwerk aus römischer Zeit ist selbst eines der Wahrzeichen der Stadt: Ursprünglich 45 v.Chr. erbaut wurde die auch Puente Viejo genannte Brücke im 10. Jahrhundert von den maurischen Kalifen vollständig erneuert. Ihre 16 Bögen spannen sich über den Guadalquivir, einen der längsten Flüsse Spaniens.

Córdoba

Córdoba ©iStockphoto/Stephen Morris

Im Schatten der Mezquita stehen einige weitere großartige Bauwerke und Besonderheiten in Córdoba, die auf keinen Fall unerwähnt bleiben sollen. Typisch für die Stadt (und eher typisch für den arabischen Raum) sind beispielsweise die Patios, die traditionellen Innenhöfe, die Besuchern eigentlich verschlossen bleiben. Nur einmal im Jahr hat man Gelegenheit, einen Blick in diese kleinen privaten Paradiese mitten in der Stadt zu werfen: Immer im Mai findet der Concurso de Patios Cordobeses statt, ein Wettbewerb um den schönsten Patio. Übrigens: Ebenfalls im Mai findet das größte Volksfest statt, das Córdoba en Mayo. In der ganzen Stadt trifft man dann auf unzählige Veranstaltungen wie etwa Weinproben, Stierkämpfe oder Flamenco-Wettbewerbe.
Wem zwischendurch der Sinn wieder nach etwa Sightseeing steht, sollte einen Abstecher zum Alcázar de los Reyes Cristianos oder zur Medina Azahara unternehmen. Die Medina stammt aus der Zeit des Kalifats, ist heute aber kaum mehr als eine Ruine. Ein Ausflug dorthin lohnt sich aber trotzdem: Zum einen lassen einige gut erhaltene Gebäudereste die einstige Pracht der riesigen Anlage erahnen – zum anderen bietet die „Stadt der Zahara“ ca. 8 Kilometer westlich von Córdoba gelegen einen wunderbaren Blick über die Stadt.
Der Alcázar de los Reyes Cristianos ist nicht nur ein prächtiger Palast mit arabischen Bädern und römischen Mosaiken – seine ausgedehnten, terrassenartig angelegten Gärten stellen besonders im Sommer einen Ort der Entspannung und Erfrischung dar.

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