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Jakobsweg

Viele Wege führen nach… genau, nach Santiago de Compostela. Der durch das Buch Hape Kerkelings auch in Deutschland wieder populäre Jakobsweg ist eigentlich nicht nur ein Weg, sondern gleich eine ganze Menge verschiedener Pfade, die sich unterwegs zum Teil auch kreuzen, um schließlich dann doch am vorgeblichen Grab des vermutlich im Jahr 44 in Jerusalem enthaupteten Apostels Jakobus zu enden.

Es gibt die klassische Hauptstrecke („Camino Frances“), die südlich des kantabrischen Küstengebirges über Pamplona, Burgos und Leon verläuft. Daneben hatte sich weit vorher schon die ursprüngliche Route des Jakobswegs, die sogenannte Küstenroute („Camino de Santiago de la Costa“) etabliert. Bis zum 11. Jahrhundert war diese Route der Hauptweg, da die südlichere Hauptroute noch nicht existierte, weil sie durch maurisches Gebiet geführt hätte.

Jakobsweg

Jakobsweg ©iStockphoto/Hans-Peter Widera

Die etwa 875 Kilometer lange Küstenroute führt von Irun im Baskenland kommend über Guernica, Bilbao, Santander, Gijón bzw. Oviedo nach Arzúar, wo sie auf den Hauptweg mündet. Damit verläuft sie quer durch Asturien und gilt als die im Sommer landschaftlich schönere Alternative zur Hauptroute. Vorteil dieser Route: Auf der Inlandsroute hat man keine Chance, sich nach geschafftem Tagespensum an einem traumhaften Strand auszuruhen.

Da nach der modernen Auslegung des Pilgergedankens der Weg das Ziel ist, sollte man nicht versäumen, zumindest einigen der vielen Sehenswürdigkeiten in den durchwanderten Dörfern und Städten einen kurzen Besuch abzustatten. Neben den unzähligen Sakralbauten bieten sich dabei auch immer wieder traumhafte Ausblicke auf die Landschaft. Gleich im östlichsten Zipfel Asturiens, bei Colombres, kann man den altehrwürdigen Leuchtturm San Emeterio bewundern, etwas weiter westlich dann die „Bufones“. Bei Gijón kann man kurze Abstecher zu den gewaltigen Hünengräbern unternehmen und in den größeren Ortschaften schließlich die gut erhaltenen Paläste der vor Jahrhunderten in der Neuen Welt reich gewordenen und wieder zurückgekehrten Asturier in Augenschein nehmen. In den zahlreichen Fischerdörfern, in denen der Tagesfang immer noch am späten Nachmittag traditionell versteigert wird, findet sich immer ein Platz, um zu rasten und die Füße zu kühlen.

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